Projektbeschreibung
Ein intelligentes Nahwärmenetz entwickelten wir 2024 für den Gebäudekomplex von Lena und Jan Hoffmann, Eigentümer der Hoffmann Agrar GmbH in Dillstädt. Die umfassende Planung sowie unsere auszuführenden Leistungen umfassten dabei die Errichtung einer Energiezentrale und die heizungstechnische als auch trinkwassertechnische Versorgung eines Wohnhauses, eines Büro- und Sozialbaus und eines Mehrfamilienhauses in 2025.
Die genannten Gebäude verbanden wir mittels Nahwärmeleitungen mit der Energiezentrale. Parallel verlegten wir Glasfaserkabel für die spätere Anbindung aller Gebäude an das Glasfasernetz.
Die Energiezentrale installierten wir in der ehemaligen Bergehalle. Dazu setzten wir einen vollautomatischen Hackgutkessel von ETA als Energiequelle ein. Er bildet die ideale Heiztechnik für größere Gebäude, wie Mehrfamilienhäuser, Unternehmen oder Landwirtschaftliche Betrieb oder wie hier in diesem Fall, einer Kombination aus allen dreien. Die Hackschnitzel erzeugt der Bauherr selbst. Er lagert sie in einem Hackschnitzelbunker neben der Energiezentrale.
Drei in unserem Haus gefertigte Pufferspeicher mit je 1.700 Litern setzten wir in die Energiezentrale neben den Kessel. Sie dienen der Bevorratung von Wärme und sichern ab, dass der Kessel nicht ständig ein-/ausschaltet. Die Wärme aus diesen Pufferspeichern beheizt über die verlegte Nahwärmeleitung das Wasser in den Pufferspeichern der einzelnen Gebäude. Auch diese drei Puffer fertigten wir individuell, an die baulichen Gegebenheiten angepasst, in unserem Haus.
Die Pufferspeicher in den Gebäuden (Inseln) sind mit einer Systemtrennung ausgestattet. So erwärmt das Warmwasser aus der Energiezentzentrale das Wasser in den Pufferspeichern der Gebäude und erzeugt damit warmes Heiz- und Trinkwasser.
Die drei Pufferspeicher in den Gebäuden haben wir mit jeweils zwei Heizpatronen ausgestattet. Damit kann bei Ausfall der Heizung in der Energiezentrale, zum Beispiel während Wartungsarbeiten, das Warmwasser direkt mit Strom erzeugt werden.
Alle Heizungskomponenten der Gebäude sind regelungstechnisch intelligent miteinander vernetzt. Dafür nutzten wir eine ETA-Regelung samt ETA-Inselregelungen in allen Gebäuden. Die Komponenten kommunizieren über ein Bussystem miteinander. So geht bei entsprechendem Signal von der Insel in der Energiezentrale die Pumpe zum Transport von Warmwasser in Betrieb. Für die Absicherung der Regelungskomponenten setzten wir ein CAN-Bussystem (Controller Area Network) ein, dass bei Blitzschlag die Komponenten vor Beschädigung schützt.